Moritz JH
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34 x 55cm I 2024
Acrylics, ink, watercolor, sheet metal & 24k gold
on canvas & kozo washi
Realität - ein Begriff dessen absoluter Charakter kaum zu übersehen ist,
welchen wir dennoch selbstbewusst im Alltag verwenden, als könnten wir auch nur erahnen, was tatsächlich hinter diesem Wort steckt.
Der übliche Gebrauch bezieht sich auf unsere Eindrücke, eine Anwendung, welche einen so kleinen Aspekt beleuchtet, dass es nahezu obszön ist, diesen Kontext zu nutzen, um von Realität zu sprechen.
Unser Umfeld ist großteilig unerforscht, aber selbst in intensiv studierten Disziplinen stehen die meisten großen Fragen nach wie vor offen, und das Entschlüsseln der objektiven Bedeutung des Realitätsbegriffes erscheint als der Schlagmann im Boot der Wissenschaft.
Mit jeder Erkenntnis öffnen sich neue Türen, Fortschritt zeigt neue Wege auf und die Antwort auf die große Warum-Frage expandiert.
Der zu füllende Informationsspeicher hinter dem Terminus „Realität“ wächst also. Als würden der Hydra zehn Köpfe nachwachsen wenn man Einen abzuschlagen es schafft.
Je filigraner der individuelle Sachverhalt eines Aspektes unserer Umwelt ist, desto aussichtsloser scheint es ihn nachvollziehen zu können.
Ein besonderes Extrem zeigt sich in der Unschärferelation. Sie ist eine mathematisch präzise darstellbare Unbestimmtheit. Sie stellt somit gewissermaßen das Ende einer solchen
Erkenntnis-Kette dar, mit der ernüchternden Botschaft: „Du kannst die Realität nicht präzise erfassen, selbst wenn du es könntest“
Die absolute Realität, falls so etwas existiert, übersteigt im Allgemeinen die menschliche Auffassungsgabe - diese Erkenntnis mag eine Perhorreszenz vor einer objektiven Realität verursachen, und dazu verleiten, jene als ganz und gar subjektiv darzustellen.
Selbst wenn man sich an diesem absurden Gedanken festzuhalten vermag, resultiert er, zwar auf anderem Wege, aber auch in der Tatsache, dass die Realität sich von uns nicht absolut beschreiben lässt - denn ein Vorgang oder Sachverhalt, welcher beobachtet wird und von aposteriorischer Natur ist, wird sowohl durch die Intention, als auch durch die Tatsache dass eine Beobachtung stattfindet verzerrt.
Was man also im Bezug auf die Realität unvermeidlich als subjektiv bezeichnen könnte, ist einerseits der Anteil an nachvollziehbaren Komponenten, andererseits sind es Distorsionen verursacht durch Ignoranz, Intoleranz oder andere menschlichen Eigenschaften.
Die Werke dieser Serie mögen allesamt in ihren Eigenarten an die Realität erinnern. Sie stellen aber nur eine Realität dar. Nicht die subjektive meine, oder eine verzerrte Version gegebener Umstände - Sie beschreiben eine hypothetische Realität, etwas was wir wahrnehmen könnten, wenn wir es könnten.
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